CURE unterwegs mit Markus Messling

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Am 20. Februar hält CURE-Direktor Markus Messling im Rahmen der REPAIR-Vortragsreihe, die vom Fachbereich Anthropologie der Universität Amsterdam (UvA) organisiert wird, einen Vortrag zum Thema „Kulturelle Praktiken der Reparation: Ziele und Fallstudien“.

Kader Attia formulierte den berühmten Gedanken, dass „Reparation das Bewusstsein für die Wunde ist“. Viele Formen der Zerstörung – verursacht durch Gewalt, Kulturverlust, Naturkatastrophen oder globale Erwärmung – sind irreversibel. In Fällen, die von historischer Schuld geprägt sind, können rechtliche Maßnahmen und materielle Entschädigungen Anerkennung verschaffen und sind oft notwendige Schritte zur Reparation. Dennoch bleiben irreparable Schäden häufig über Generationen hinweg bestehen. Hier kommen kulturelle Praktiken ins Spiel: Literatur und Film, Archive und Zeugnisse, Theater und Museen, öffentliche Debatten, Rituale und Foren. Sie schaffen Räume, in denen Widersprüche, Ambivalenzen und sogar utopische Möglichkeiten ausgelotet werden können. Der Vortrag beleuchtet dies anhand konkreter Beispiele und stellt das 2024 in Saarbrücken gegründete Käte Hamburger Kolleg für kulturelle Praktiken der Reparation (CURE) vor.

Die REPAIR Lectures sind eine interdisziplinäre Vortragsreihe zu aktuellen Reparationsforderungen und -politiken weltweit. Sie werden von führenden Expert:innen gehalten und untersuchen, wie solche Forderungen entstehen, wie sie politisch, wirtschaftlich und moralisch funktionieren und was sie über die heutigen Gesellschaften aussagen. Die Reihe wird vom REPAIR-Projekt am UvA-Institut für Anthropologie veranstaltet und vom Amsterdam Centre for Conflict Studies (ACCS) mitfinanziert.

Um an der Veranstaltung teilzunehmen, melden Sie sich bitte hier an.

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