Željana Tunić ist seit 2022 Juniorprofessorin für Slavische Kulturwissenschaft an der MLU Halle-Wittenberg. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der gesellschaftlichen Aufarbeitung von Kriegs- und Gewalterfahrungen sowie der radikalen Erosion gesellschaftlicher Netzwerke in slawischsprachigen Ländern. Tunić konzentriert sich auf literarische Werke sowie auf unterschiedliche kulturelle Prozesse, von der darstellenden Kunst bis hin zu Fotografien, Ausstellungen, Denkmälern oder Praktiken des Gedenkens. Zuletzt hat sie sich auch mit forensischen Untersuchungen nach Völkerrechtsverbrechen und deren kultureller Vermittlung im öffentlichen Diskurs befasst. Weitere Forschungen zum Kulturaustausch zwischen dem sozialistischen (Süd-)Osteuropa und Afrika während des Kalten Krieges und dessen Fortwirken in der Gegenwart bilden einen wesentlichen Bestandteil der Forschungslandschaft von Tunić. Sie ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Südosteuropa-Gesellschaft (SOG) und leitet deren Außenstelle in Halle.
PUBLIKATIONEN (AUSWAHL)
- Tunić, Željana und Alexa Stiller, Hrsg. ‚Knochen lügen nie‘? Historische Faktizität und Fragilität menschlicher Überreste. Im Druck.
- Tunić, Željana. Zoran Đinđić als Erinnerungsfigur in Serbien: Märtyrer, Wiedergänger, Jedermann. Harrassowitz, 2024.
- Tunić, Željana und Snežana Stanković. „Unearth Not: Gestures of Concealment and Zlatko Paković’s Theatre of Reveal in Post-Yugoslav Serbia“. Performance Research 26, Nr. 8 (2021): 41–51. https://doi.org/10.1080/13528165.2021.2087373.
- Tunić, Željana. „Poetik der Ruinen“. Chronistik: Chronistische Schreibweisen. https://chronistik.germanistik.uni-halle.de/2023/07/poetik-der-ruinen/.
- Tunić, Željana. „Zur (Nekro-)Politik der Körper auf der Straße: Protest und öffentliche Trauer in Serbien um das Jahr 2000“. Body Politics 11 (2019): 179–197. http://bodypolitics.de/de/archiv/?ausgabe=24.
- Tunić, Željana. „Satire als Überlebensstrategie eines Melancholikers: Der Roman Gnusoba von Svetislav Basara“. In Schein und Sein: Sichtbares und Unsichtbares in den Kulturen Südosteuropas, hrsg. von Wolfgang Dahmen und Gabriella Schubert. Harrassowitz, 2019.
