FELLOW 2026/27

Nibras Chehayed studierte zunächst Architektur an der Universität Damaskus und widmete sich anschließend der Philosophie, während er sich gleichzeitig in sozialen und kulturellen Projekten engagierte. Seine Arbeit, die an der Schnittstelle zwischen theoretischer Reflexion und Erfahrung angesiedelt ist, dreht sich um den Nihilismus in seinen politischen wie auch existenziellen Ausprägungen und darum, wie er die grundlegenden Realitäten – die Welt, die Zeit, den Tod und den Körper – beeinflusst. Seine an der ENS-Ulm verteidigte Dissertation befasste sich mit der Fremdheit des Körpers, analysiert anhand von Nietzsche und Derrida. Seitdem hat sich seine Forschung in historischen und geografischen Kontexten verankert, die von Unterdrückung und Krieg geprägt sind, im Angesicht von extremen Formen der Gewalt: Folter, Verschleppungen, Entmenschlichung, Vernichtung. Aus dieser Auseinandersetzung entsteht ein verkörperter philosophischer Ansatz, der den Körper in seinen Extremsituationen zum Ausgangspunkt nimmt.

PUBLIKATIONEN (AUSWAHL)

  • Chehayed, Nibras. „Between Derrida and Deleuze: Bodies Without Organs“. In Deleuze and Affect, hrsg. von Donald Cross, 219–238. Edinburgh University Press, 2026.
  • Chehayed, Nibras. „Habiter l’im-monde: Yarmouk, les 40 règles du siège“. In Il y a des villes dans nos vies, hrsg. von Christian Ingrao und Felipe Martinez, 26–32. Léthé, 2024.
  • Chehayed, Nibras und Emma Aubin-Boltanski, Hrsg. Mots de chair et de sang: Écrire le corps en Syrie (2011–2021). Presses de l’Ifpo, 2021.
  • Chehayed, Nibras, Hrsg. Images de chair et de sang: Penser le corps en Syrie (2011–2021). Presses de l’Ifpo, 2021.
  • Chehayed, Nibras und Guillaume de Vaulx. La Destructivité en œuvres. Presses de l’Ifpo, 2021.
  • Chehayed, Nibras. Le Corps aux fils de l’écriture. Classiques Garnier, 2020.
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