Camille de Toledo ist Schriftsteller, Künstler und Kurator. Er promovierte in Komparatistik an der Université Paris Cité und lehrt Narrative Künste an der École nationale supérieure des arts visuels – La Cambre in Brüssel. 2022 wurde er zum Dozenten für Ökopoetik an der Universität Aix-Marseille ernannt. 2008 gründete er die Société européenne des auteurs (SEUA), um die „Übersetzung als Sprache“ zu fördern. Er schrieb zudem für die Oper La Chute de Fukuyama (2013) und das Theaterstück Sur une île (2016; deutsche Fassung Auf der Insel beim Saarbrücker Primeurs-Festival 2017 aufgeführt) über das Attentat von Utøya sowie das Diptychon PRLMNT über den Zusammenbruch der Europäischen Union und deren politische Neugestaltung durch artenübergreifende Institutionen, durch welche natürliche Entitäten und Ökosysteme als Rechtssubjekte anerkannt werden. Sein Roman Thésée, sa vie nouvelle (Verdier, 2020) war auf der Shortlist des Prix Goncourt und erhielt 2021 den Franz-Hessel-Preis. Le fleuve qui voulait écrire (Les liens qui libèrent/Manuella Éditions/Flammarion, 2021/2024) war Finalist des Umweltbuchpreises der Zeitung Le Nouvel Observateur. Das Buch dokumentiert und artikuliert das Projekt des Parlaments der Loire, das nun mit der Internationale des rivières (Verdier, 2026) weitergeführt wird und de Toledos langjähriges Engagement für die Anerkennung europäischer Flüsse als Rechtssubjekte zum Ausdruck bringt. 2028 wird er die Europäische Kulturhauptstadt Bourges kuratieren.

VERANSTALTUNGSARCHIV
25. 09. 2026
L’Internationale des rivières – Gespräch mit Camille de Toledo
CURE unterwegs
04. 07. 2026
Rivers Beyond Borders – Die Saar als Arbeiterin
Bürger:innenforum
15. 06. 2026
Schulprojekt „L’Internationale des rivières“
CURE Schulveranstaltung
14. 05. 2026
Wenn Flüsse sprechen könnten
Gespräch
13. 05. 26 – 19. 06. 2026
Rechte der Natur: Eine weltweite Bewegung
Ausstellung
17. 02. 2026
I am the River, the River is Me
Film und Gespräch
NACHRICHTEN