FILM UND GESPRÄCH
WANN
WO
Kino achteinhalb
Nauwieserstraße 19,
66111 Saarbrücken
SPRACHE
OmU | ENGLISCH
PROGRAMM
Kann ein Fluss Rechte im Sinne einer juristischen Person haben? Das Jahr 2017 gab auf diese Frage, die unser Rechtsverständnis herausfordert, eine klare – und positive – Antwort. Vor acht Jahren erhielt der erste Fluss der Welt den Status einer Rechtsperson: der Whanganui River in Aotearoa, Neuseeland. Der Film I Am the River, the River Is Me berichtet einerseits vom Kampf der Māori um die Bewahrung des für ihre Existenz unabdingbaren Flusses und andererseits über die globalen Bewegungen für den Erhalt und die juristische Verteidigung von Flüssen.
Der tschechische Dokumentarfilmer Petr Lom bietet mit seinem Werk einen sensiblen Einblick in den politischen Kampf um Naturschutz, der in einen spezifischen lokalen Kontext eingebettet ist. Im Kino achteinhalb wird der Film als Teil der Kooperation des Käte Hamburger Kollegs für kulturelle Praktiken der Reparation und des Philosophen und Schriftstellers Camille de Toledo gezeigt. Als Mitstreiter in der internationalen Diskussion über Flussrechte hat Toledo die Internationale der Flüsse (L’Internationale des rivières) mitgegründet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, in jeweils unterschiedlichen Kontexten danach zu fragen, wie eine rechtliche Vertretung von Flüssen aussehen kann. Dass diese regionalen Unterschiede große Herausforderungen mitbringen, zeigen nicht zuletzt die minutiösen Beobachtungen des Kameraauges in I am the River, the River is Me.
Nach dem Film findet ein Podiumsgespräch mit Camile de Toledo und Markus Messling statt, moderiert von Hannah Steurer.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
IN KOOPERATION MIT


Ich empfinde es als meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass ich das, was mir gegeben wurde, an andere weitergebe.
Ned Tapa (Flusswächter des Whanganui)