CURE SYMPOSIUM 2026

WANN

WO

Innovation Center A2 1
Seminarraum 3.05
Universität des Saarlandes

SPRACHEN

ENGLISCH & FRANZÖSISCH

PROGRAMM

Vom 25. bis 26. Juni 2026 widmet sich die zweite Jahrestagung des Käte Hamburger Kollegs CURE gesellschaftlichen Dimensionen von kulturellen Praktiken der Reparation. Es stellt die Frage, in welcher Form in einer Gegenwart, die von dystopischen Zukunftserwartungen geprägt ist, utopisches Denken noch möglich ist. Die internationale Tagung findet im Innovation Center auf dem Campus der Universität des Saarlandes (Gebäude A 2.1) statt. Eröffnet wird sie am Donnerstag, 25. Juni, um 10 Uhr.

Die Tagung lädt dazu ein, utopisches Denken als kritische, kreative und politische Praxis zu reflektieren. Während seit dem Ende des Kalten Krieges und im Zuge einflussreicher Thesen wie dem „Ende der Geschichte“  (Francis Fukuyama) utopische Entwürfe vielfach als naiv oder gefährlich diskreditiert wurden, zeigt sich heute ihre erneute Relevanz angesichts globaler Krisen. Die Tagung bringt Perspektiven aus Literatur, Geschichtswissenschaft, Ökologie und politischer Theorie zusammen und stellt die Frage: Welche Rolle kann utopisches Denken heute spielen? Wie lassen sich alternative, gerechtere und nachhaltigere Zukünfte vorstellen? Und inwiefern kann utopisches Denken als Form der „Reparation“ verstanden werden – nicht im Sinne bloßer Wiedergutmachung, sondern als kreative Antwort auf irreversible Schäden und gesellschaftliche Brüche? Im Fokus stehen zeitgenössische Formen utopischer Entwürfe, etwa in der Literatur, in ökologischen Bewegungen oder lokalen Initiativen. Gemeinsam wollen wir erkunden, wie utopisches Denken verdrängte Perspektiven sichtbar machen, dominante Wissensordnungen herausfordern und neue Möglichkeitsräume eröffnen kann. 

Die Tagung versteht sich als Einladung, positive Zukunft jenseits von Resignation und Fatalismus neu denkbar zu machen. 

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten an: kontakt@khk.uni-saarland.de 

Tagungskonzeption: 
Julien Jeusette / Markus Messling / Laurens Schlicht /

Fragen beantwortet: 
Anna Warum, kontakt@khk.uni-saarland.de


Donnerstag, 25. Juni 2026

9:30 Uhr | Registrierung

10 Uhr | Begrüßung
Markus Messling, Julien Jeusette & Laurens Schlicht (CURE)

PANEL 1

10:30 Uhr | Anxiety and the Possibility to Imagine Otherwise
Juliane Rebentisch (HFBK Hamburg)
11:30 Uhr | Alchimie de l’encre et du détergent: utopies et abjections du travail reproductif
Justine Huppe (Université de Liège)

PANEL 2

14 Uhr | The Unthought Utopia of Permanent Repair
Yves Citton (Université Paris 8)
15 Uhr | De la critique du présentisme au présent comme zone à défendre
Julien Pieron (CURE)

PANEL 3

16:30 Uhr | Écarter le négatif, ou comment réparer l’après violence ? Histoire de la révolution française, dans un rapport passé/présent
Sophie Wahnich (CNRS)

Freitag, 26. Juni 2026

PANEL 4

9:30 Uhr | Materiality of Utopia
Tijana Vujošević (University of British Columbia)
10:30 Uhr | Ursprung ist das Ziel: Karl Kraus, Socialism, and the Problem of Civilization
Troy Vettese (University of California, Berkeley)

11:30 Uhr | Walking with the Saar: From Situated Knowledge to Reparative Futures
Yi-Ting Wang (CURE)

PANEL 5

14 Uhr | “Questa debole messianische Kraft” : On utopias and the messianic in the work of Luigi Nono
Hendrik Rungelrath (Universität des Saarlandes)
15 Uhr | “A Space to Think”: Neoclassic, Utopia, and a Musical Poetics of Repair
Mauro Bertola (CURE)

16 Uhr | Time, Scale, Agency: Remaking Utopia for a New World Order
Jennifer Allen (Yale University)