Lesung & Gespräch mit Christiane Solte-Gresser

WANN

WO

der buchladen, Försterstraße 14, 66111 Saarbrücken

SPRACHE

DEUTSCH

PROGRAMM

Was lehren uns Träume über die Shoah? Träume sind in der Konzentrationslager-Literatur allgegenwärtig. Ob in dokumentarischen Zeugnissen (Beradt, Szittya, Cayrol), autobiografischen Texten (Antelme, Levi, Delbo, Wiesel, Semprun), dramatischen Werken (Fritsch, Eich) oder Romanen (Bachmann, Langfus, Foer) – der Traum spricht stets eine individuelle, ganz eigene Sprache. Zugleich zeugen die Texte aber auch von kollektiven Traumerfahrungen, wie etwa der gescheiterten Flucht, verwehrter Nahrung, verhindertem Erzählen oder dem plötzlichen Zurückversetztwerden ins Lager. Damit wird das Aufschreiben und Mitteilen von Träumen zu einer paradoxen Praxis der Reparation; nämlich zu einer fortwährenden Auseinandersetzung mit dem Irreparablen.

In der vom Käte Hamburger Kolleg CURE in Kooperation mit der Buchhandlung „der buchladen“, dem Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes und Matthes & Seitz Berlin veranstalteten Lesung stellt die Literaturwissenschaftlerin und Komparatistin Christiane Solte-Gresser ihren zuletzt erschienenen Essay Traum und Reparation vor. Im Anschluss an die Lesung wird in einem Gespräch der Frage nachgegangen, inwieweit Träume als kulturelle Praktiken der Reparation verstanden werden können – als eine Form der Auseinandersetzung mit der Shoah und ihren nicht wiedergutzumachenden Zerstörungen und Verwundungen. Auch zu einer Diskussion über Fragen aus dem Publikum wird es Gelegenheit geben. 

Moderation: Joachim Harst (Universität des Saarlandes)

Im Anschluss gibt es einen kleinen Empfang.

IN KOOPERATION MIT
Matthes & Seitz Berlin, der buchladen und dem Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes

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Buchbesprechung in der TAZ