CURE unterwegs mit Camille de Toldeo
WANN
WO
Kulturschiff (Péniche) Baraka,
Willi-Graf-Ufer, Saarbrücken
(in der Nähe des Theaterschiffs Maria-Helena)
SPRACHE
FRANZÖSISCH

PROGRAMM
Im Rahmen des Literaturfestivals Les Passerelles ist der französische Schriftsteller und ehemalige Artist in Residence des Käte Hamburger Kollegs CURE Camille de Toledo erneut in Saarbrücken zu Gast. Ausgehend von seinem bei Verdier erschienenen récit de l’avenir lädt er dazu ein, über die Rechte von Flüssen und unser Verhältnis zum Lebendigen nachzudenken. Die Veranstaltung findet in französischer Sprache auf dem Kulturschiff Baraka am Saarbrücker Willi-Graf-Ufer statt.
Das Literaturfestival Les Passerelles begibt sich auch 2026 wieder auf eine literarische und kulturelle Reise entlang von Mosel und Saar. Sechs Wochen lang wird das Kulturschiff Baraka zum schwimmenden Ort der Begegnung: Bei ihren verschiedenen Stationen kommen europäische Autor:innen und Künstler:innen für Residenzen, Gespräche, Lesungen, Workshops und weitere Veranstaltungsformate mit dem Publikum zusammen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe stehen aquatische Welten und die Kontemplation. Flüsse und Gewässer erscheinen dabei als Lebensräume und Landschaften, aber auch als Zufluchtsorte, Grenzen und Übergänge und eröffnen neue Perspektiven auf unsere Beziehungen zum Wasser und zur Natur.
Am 25. September macht das Festival mit der Péniche Baraka in Saarbrücken Station. Zu Gast ist Camille de Toledo, Schriftsteller und ehemaliger Artist in Residence des Käte Hamburger Kollegs CURE. Unter dem Titel L’Internationale des rivières lädt er zu einem Gespräch über die Rechte von Flüssen ein. Ausgangspunkt ist sein bei Éditions Verdier erschienener récit de l’avenir: Darin entwirft de Toledo das Szenario eines Flusses, der mithilfe seiner Anwälte vor Gericht zieht und die Anerkennung seines „arbeitenden Körpers“ (corps travailleur) fordert. Diese Forderung stellt bestehende gesellschaftliche und rechtliche Ordnungen infrage und entwirft die Möglichkeit eines neuen Rechts für ausgebeutete natürliche Entitäten. Was verändert sich, wenn Flüsse selbst eine Stimme erhalten? Das Publikum ist eingeladen, eigene Erinnerungen, Erfahrungen und Gedanken rund um Flüsse, Süßwasser und unser Verhältnis zum Lebendigen in das Gespräch einzubringen.
Die Veranstaltung findet in französischer Sprache statt, der Eintritt ist frei. Das Gespräch richtet sich an alle Interessierten.
Eine Anmeldung wird empfohlen unter contact@caranusca.eu oder +33 (0)6 45 50 59 46. Die Librairie Autonome aus Forbach bietet vor Ort Bücher zum Verkauf an.