Irene Bleymehl: Erste Kriminalhauptkommissarin im Saarland
WANN
WO
Stiftung Demokratie Saarland,
Europaallee 18
66113 Saarbrücken
SPRACHE
DEUTSCH
PROGRAMM
Kaum jemand weiß heutzutage noch, dass seit 1926 Frauen als Kriminalpolizistinnen für die „Weibliche Kriminalpolizei“ arbeiteten. Sie waren seit dieser Zeit zumindest in Preußen und einigen anderen Ländern der Weimarer Demokratie ihren männlichen Kollegen dienstrechtlich und finanziell gleichgestellt. Im Nationalsozialismus wurde die Einheit beträchtlich ausgebaut und da 1939 viele Männer im Kriegseinsatz waren, wurden die Zugangsbedingungen für den Beruf erleichtert.
Diese Chance ergriff eine junge Klavierlehrerin, Irene Bleymehl. Sie trat 1940 in den Dienst der „Weiblichen Kriminalpolizei“. Was bewegte die Pianistin zu ihrem Berufswechsel, wie stand die Weibliche Kriminalpolizei insgesamt zum Regime?
Der Vortrag erzählt Bleymehls Geschichte, die in der Nachkriegszeit zur ersten Kriminalhauptkommissarin des Saarlandes aufstieg, als Beispiel für eine ambivalente Geschichte der Weiblichen Kriminalpolizei: einerseits aktive Unterstützerin eines verbrecherischen Regimes, andererseits Ergebnis der Emanzipationskämpfe der Frauenbewegung.
Eine Veranstaltung des Käte Hamburger Kollegs CURE (Universität des Saarlandes) und der Stiftung Demokratie Saarland.
Zur Website der Stiftung Demokratie Saarland
Die Veranstaltung wird auch per Livestream auf YouTube übertragen.
